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Eva Bur am Orde entführt in fremde Welten

  • 18 Juni 2018
  • Silvia Müller
  • Presse

Der Stuttgarter Kunsthistoriker Clemens Otnand brachte den Besuchern der Vernissage die Kunst von Eva Bur am Orde näher. (Foto: Silvia Müller)
„Phantasiereise“, so lautet der Titel der Ausstellung, die am Samstag. 16.06.18, 18.00 Uhr in der Galerie im Altbau in Aldingen eröffnet worden ist. Heide Streitberger begrüßte die zahlreichen Gäste und hob die Leuchtkraft der Farben und die exakte Malerei der ausstellenden Künstlerin Eva Bur am Orde hervor.
Auf eine Phantasiereise nimmt Eva Bur am Orde die Betrachter ihrer Bilder mit. „Ethno Pop Art“ nennt sie die Stilrichtung ihrer Gemälde. In dieser Art der Kunst fließt sichtbar das Interesse am Menschen und an fremden Kulturen zusammen. „Die Künstlerin entführt den Betrachter in fremde Welten, die mit unserer Alltagsumgebung nichts zu tun zu haben scheinen“, sagte der Stuttgarter Kunsthistoriker Clemens Otnand in seiner Einführung.
Der Geschäftsführer des Künstlerbundes Baden Württemberg bezeichnete die Gemälde als beinahe überbordender Dschungel von Farben und Formen, der uns vernunftorientierte Menschen beim Ansehen der Bilder ausbremst. Tatsächlich handelt es sich bei einem Teil der Werke von Eva Bur am Orde um Portraits von Menschen aus Naturvölkern. Wie zum Beispiel „Neo & Nuka“, aus der Serie Exoten. „Sie repräsentieren ihre Ethnien, wollen aber auch als individuelle Persönlichkeiten wahrgenommen werden“, sagte Clemens Otnand zu dem Werk.
Der Betrachter steht vor einem großformatigen Bild, das ihn immer neue Einzelheiten entdecken lässt. Kräftige Farben, starke Formen, hohe Leuchtkraft bannen das Auge. Der Adler im Werk „I Eagle“ aus der Serie Aerial views scheint den Besucher anzusehen und beim Betrachten des Bildes wird jede Feder sichtbar. Der Besuch der Ausstellung gleicht einer Reise ins Unbekannte, einer „überschäumenden Augenachterbahn“, wie sie Clemens Otnand nannte.
Die Vernissage wurde musikalisch begleitet von den sphärischen Klängen des Musikers Uli Johannes Kieckbusch.
(Heuberger Bote 18.06.2018; Text: Silvia Müller)