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  • 21 März 2013
  • Reinhold Haring
  • Werke
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  • Ausstellung

Eine besondere Vernissage durften die Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung Welttheater der Künstlerin Eva Bur am Orde erleben. Das Internetradio Warnow Rostock war live dabei, als Studioleiter Burkhard Seidel die Künstlerin und ihre Werke vorstellte - nach einer kurzen Einführung im Wurmbrandsaal direkt an den Ausstellungsstücken in der Galerie.




Und was will ein Studioleiter aus der zweitgrößten Hafenstadt Deutschland in Gaildorf? Er will Werbung machen: Die Künstlerin soll auch einen Platz in der Stadtgalerie Rostock bekommen.




Die 1961 in Essen geborene Eva Bur am Orde ist eine zeitgenössische Künstlerin mit dem Schwerpunkt ornamentale und figurative Darstellungen und in der nationalen und internationalen Kunstszene keine Unbekannte. Eva Bur am Orde charakterisiert sich als eine stille Malerin, dafür aber sind ihre Bilder umso lauter - sowohl visuell als auch in ihrer Aussage. So sieht es zumindest die fach- und sachkundige Kunstszene.




Eva Bur am Ordes Art zu malen ist sicherlich auch geprägt durch ihr Studium der Archäologie und der Philosophie. "Sie geht in sich, um an der Leinwand herauszutreten", beschreibt Seidel ihre Arbeitsweise.




Die großformatige Kunstwerke in Öl verbinden globale Themen in einer figuralen Darstellung, einer starken Farbgebung und struktureller Umsetzung, die den Bildern ein Eigenleben einhaucht. Darüber hinaus sieht die Künstlerin Kunst als Alltagsgegenstand. Eines ihrer Bilder wandelte sie beispielsweise zu einem Clubtisch um.




Aber gerade diese globalen Themen, verbunden mit künstlerischer Intuition, haben die Ausstellung mit dem Titel "Welttheater" in der Galerie im Alten Schloss inspiriert. "Wenn ich an die Leinwand trete, dann habe ich Visionen. Dabei kann es sein, dass ich Figuren aus Vorlagen entnehme, aus Mythen und Sagen aber auch Gesichter aus der Zeitgeschichte", beschreibt die Künstlerin ihre Arbeit.

Was ihren Stil anbelangt, hat Eva Bur am Orde einen neuen Begriff geprägt. "Skulpturaler Ethno Pop" nennt sie ihre Malerei. Und dies trifft auch definitiv zu, schließlich verbindet sie in ihren großformatigen Bildern und Installationen - übrigens alle in Öl auf Leinwand - Personen, Schriften und Ornamente in knalligen Farben und mischt interkulturelle Aspekte zu einer gemeinsamen Aussage. Ihre Bilder führen uns "backstage", also hinter die Bühne - es ist eine Malerei hinter dem Vorhang des Welttheaters.




So war es nur zu verständlich, dass Burkhard Seidel die Kunstinteressierten direkt zu der Ausstellung in der Galerie im Alten Schloss führte, um die Bilder sinnlich erfahrbar werden zu lassen und darüber zu sprechen. Und die Künstlerin war dabei, konnte Fragen beantworten und den Moderator unterstützen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Haller Harfenistin Judith Hambücher, die Grüße der Stadtverwaltung überbrachte "IG-Kunst-Urgestein" und Stadtrat Martin Zecha.